Textilpflege Manthey • Othmarstr. 7 • 50226 Frechen • Tel.: 02234-58303
Presse
Meisterbetrieb
1993 brachte der “Kölner Stadtanzeiger” einen Bericht über die Auswirkungen eines Wasserrohrbruchs - in Frechen war das Wasser braun. Auch wir waren betroffen.
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In brauner Brühe ging so manches baden Nach Rohrbruch in Erftstadt floß in Frechen trübes Wasser aus dem Hahn - Küchen und Wäschereien in Nöten Frechen – Profi- und Hobbyköche schauten skeptisch in ihre Töpfe, aus Waschmaschinen floß eine merkwürdige Brühe, Duschen wurden schnell wieder ausgemacht, und an die Produktion von Zahnpasta für strahlend weiße Zähne war erst recht nicht zu denken - in Frechen sah gestern für viele Leute der Alltag ganz schön trübe aus. Die Ursache dafür fand sich einige Kilometer weiter südlich: Im Wasserwerk in Erftstadt-Dirmerzheim war ein Rohr zu Bruch gegangen, und in Frechen und in Brauweiler floß nur noch braunes Wasser aus der Leitung. Gestern morgen, 6 Uhr. Wie immer herrscht unter den Truckstop-Duschen im Frechener Gewerbegebiet Hochbetrieb. Bevor die Fahrer ihren Brummi besteigen, werden normalerweise erstmal Körper und Geist mit frischem Naß auf Trapp gebracht. Gestern natürlich nicht. Wer wäscht sich schon freiwillig mit braunem Wasser? Das Rohr im Dirmerzheimer Wasserwerk war schon am Montag gegen l6 Uhr kaputtgegangen. Ein Loch in der Leitung, die das Wasserwerk mit Frechen verbindet, machte die Wasserversorgung unmöglich. Deshalb wurden die täglich abgezapften 17 000 Kubikmeter Flüssigkeit in ein Nebenrohr umgeleitet. Braungefärbt kam es aus den kommunalen Wasserhähnen. Das hat zwei Gründe. „Erstens ist das Wasser eisen- und kohlesäurehaltiger als sonst, weil der Aufbereitungsprozeß unterbrochen wurde“, erklärt Reiner Besse vom RWE. „Zweitens fließt es durch eine Nebenleitung, die bisher nicht dem Trinkwassertransport diente.“ Rost- und Schmutzpartikel waren nicht nur den Frechener Truckern aufs Gemüt geschlagen. ,,Bei uns in der Kantine war vielleicht was los", erzählt Burkhard Rieke, stellvertretender Küchenchef im Truckstop. Probleme hätte die braune Flüssigkeit beim Abschrecken der Nudeln und beim Gemüsedämpfen gemacht. Den morgendlichen „Vitamindrink on the rocks“ servierte Rieke am Dienstag ohne Eis. Das hatte nämlich auch eine eigentümliche Färbung. Nicht weit vom Lkw-Treffpunkt entfernt wurde man beim Anblick des braunen Naß ebenfalls nervös. „Als um halb sieben die Leute gelaufen kamen und mir von der Verfärbung berichteten, habe ich sofort den Vorlauf gestoppt, sonst hätten wir demnächst braune Zahncreme“, erzählt Klaus Nims von der Firma Barnängen. Am Dienstag wurden bei ihm deshalb nur WC-Reinigungsmittel hergestellt - da falle der Schmutz nicht so auf. Eberhard Manthey ist Reinigungsfachmann. Er hatte gestern mit seiner Profi-Ehre zu kämpfen. Denn als er in die vollbeladene Waschtrommel blickte, wollte er seinen Augen nicht trauen: 60 Kilo Weißwäsche waren braun. Noch im Vorwaschgang stoppte er die Maschine und wartete auf klares Wasser. Probleme macht den Mantheys nicht die Haushaltswäsche, sondem Ärztekittel und Tischwäsche für Restaurants, denn die müssen pünktlich geliefert werden. Während Anneliese Manthey stündlich Wasseroben entnahm und ungeduldig auf Klärung hoffte, stand der Braumeister von Metzmacher ziemlich gelassen am Wasserhahn. Mit der Bierproduktion gebe es keine Probleme, versprach Alfons Berchtenbreiter. ,,Unser Filter fängt alles auf, was nicht ins Brauwasser gehört.“
erschienen am 27.01.1993
Strahlend weiße Wäsche konnte Sepp Freller von der Textilreinigung Manthey ausnahmsweise nicht aus der Maschine holen - im Gegenteil: Das bräunliche Wasser hatte den Stoff bereits verfärbt. (Bilder: Sollich)
“In brauner Brühe ging so manches baden”
Textilpflege Manthey • Othmarstr. 7 • 50226 Frechen • Tel.: 02234-58303
Meisterbetrieb
1993 brachte der “Kölner Stadtanzeiger” einen Bericht über die Auswirkungen eines Wasserrohrbruchs - in Frechen war das Wasser braun. Auch wir waren betroffen.
In brauner Brühe ging so manches baden Nach Rohrbruch in Erftstadt floß in Frechen trübes Wasser aus dem Hahn - Küchen und Wäschereien in Nöten Frechen – Profi- und Hobbyköche schauten skeptisch in ihre Töpfe, aus Waschmaschinen floß eine merkwürdige Brühe, Duschen wurden schnell wieder ausgemacht, und an die Produktion von Zahnpasta für strahlend weiße Zähne war erst recht nicht zu denken - in Frechen sah gestern für viele Leute der Alltag ganz schön trübe aus. Die Ursache dafür fand sich einige Kilometer weiter südlich: Im Wasserwerk in Erftstadt-Dirmerzheim war ein Rohr zu Bruch gegangen, und in Frechen und in Brauweiler floß nur noch braunes Wasser aus der Leitung. Gestern morgen, 6 Uhr. Wie immer herrscht unter den Truckstop-Duschen im Frechener Gewerbegebiet Hochbetrieb. Bevor die Fahrer ihren Brummi besteigen, werden normalerweise erstmal Körper und Geist mit frischem Naß auf Trapp gebracht. Gestern natürlich nicht. Wer wäscht sich schon freiwillig mit braunem Wasser? Das Rohr im Dirmerzheimer Wasserwerk war schon am Montag gegen l6 Uhr kaputtgegangen. Ein Loch in der Leitung, die das Wasserwerk mit Frechen verbindet, machte die Wasserversorgung unmöglich. Deshalb wurden die täglich abgezapften 17 000 Kubikmeter Flüssigkeit in ein Nebenrohr umgeleitet. Braungefärbt kam es aus den kommunalen Wasserhähnen. Das hat zwei Gründe. „Erstens ist das Wasser eisen- und kohlesäurehaltiger als sonst, weil der Aufbereitungsprozeß unterbrochen wurde“, erklärt Reiner Besse vom RWE. „Zweitens fließt es durch eine Nebenleitung, die bisher nicht dem Trinkwassertransport diente.“ Rost- und Schmutzpartikel waren nicht nur den Frechener Truckern aufs Gemüt geschlagen. ,,Bei uns in der Kantine war vielleicht was los", erzählt Burkhard Rieke, stellvertretender Küchenchef im Truckstop. Probleme hätte die braune Flüssigkeit beim Abschrecken der Nudeln und beim Gemüsedämpfen gemacht. Den morgendlichen „Vitamindrink on the rocks“ servierte Rieke am Dienstag ohne Eis. Das hatte nämlich auch eine eigentümliche Färbung. Nicht weit vom Lkw-Treffpunkt entfernt wurde man beim Anblick des braunen Naß ebenfalls nervös. „Als um halb sieben die Leute gelaufen kamen und mir von der Verfärbung berichteten, habe ich sofort den Vorlauf gestoppt, sonst hätten wir demnächst braune Zahncreme“, erzählt Klaus Nims von der Firma Barnängen. Am Dienstag wurden bei ihm deshalb nur WC-Reinigungsmittel hergestellt - da falle der Schmutz nicht so auf. Eberhard Manthey ist Reinigungsfachmann. Er hatte gestern mit seiner Profi-Ehre zu kämpfen. Denn als er in die vollbeladene Waschtrommel blickte, wollte er seinen Augen nicht trauen: 60 Kilo Weißwäsche waren braun. Noch im Vorwaschgang stoppte er die Maschine und wartete auf klares Wasser. Probleme macht den Mantheys nicht die Haushaltswäsche, sondem Ärztekittel und Tischwäsche für Restaurants, denn die müssen pünktlich geliefert werden. Während Anneliese Manthey stündlich Wasseroben entnahm und ungeduldig auf Klärung hoffte, stand der Braumeister von Metzmacher ziemlich gelassen am Wasserhahn. Mit der Bierproduktion gebe es keine Probleme, versprach Alfons Berchtenbreiter. ,,Unser Filter fängt alles auf, was nicht ins Brauwasser gehört.“
erschienen am 27.01.1993
Strahlend weiße Wäsche konnte Sepp Freller von der Textilreinigung Manthey ausnahmsweise nicht aus der Maschine holen - im Gegenteil: Das bräunliche Wasser hatte den Stoff bereits verfärbt. (Bilder: Sollich)
“In brauner Brühe ging so manches baden”