Textilpflege Manthey • Othmarstr. 7 • 50226 Frechen • Tel.: 02234-58303
Presse
Meisterbetrieb
Am 19.02.2000 erschien im “Kölner Stadt-Anzeiger” ein Artikel zum Thema “hängen gebliebener Garderobe”, speziell Brautkleider. Der Original-Zeitungsausschnitt ist zwar verschollen, Text und Foto sind aber noch da, so dass wir den Artikel hier rekonstruiert haben.
Erftkreis - Es gehört zum "schönsten Tag" im Leben vieler Frauen und hängt noch Jahre später im Kleiderschrank - das Brautkleid. Monatelang werden Kataloge gewälzt, Freundinnen befragt und Geschäfte durchkämmt, bis endlich das Richtige dabei ist. Und auch an diesem Wochenende strömen wieder Hunderte von Heiratswilligen zur Hochzeitsmesse nach Köln, um sich auf den besonderen Tag vorzubereiten.  Ist der dann vorbei, hat das gute Stück gelitten. Ob mit Schleier, Schleife, Schleppe, ob mit Rüschen oder Reifrock, ob in Rosa oder Weiß - auch das schönste Kleid muss nach einem rauschenden Fest mit viel Walzer und Hochzeitstorte in die Reinigung.  Doch - es ist kaum zu glauben: Es gibt Leute, denen der Traum in Weiß nach der Hochzeitsfeier nicht mehr am Herzen liegt. Diese Erfahrung hat jedenfalls Eberhard Manthey gemacht, Chef der gleichnamigen Reinigung in Frechen. "Eigentlich sollte man ja glauben, dass jede Frau ihr Brautkleid als Andenken aufheben will", sagt er und betrachtet dabei die mit schnödem Plastik verhüllten Prachtstücke in seinem Laden. Immerhin drei Brautkleider sind dem Experten für saubere Sachen allein in den vergangenen anderthalb Jahren "geschenkt" worden. Seitdem fristen sie ein trauriges Dasein, hängen auf der Stange zwischen vergessenen Hosen, Röcken und Kitteln. Was treibt die Frischvermählte dazu, das einst so heiß ersehnte Stück plötzlich zu verschmähen? Darüber kann Manthey nur spekulieren. Die Spuren des Hochzeitstanzes am Saum und des Hochzeitsmahls sind für ihn sichtbarer Beweis, dass die Feste tatsächlich stattgefunden haben. "Vielleicht zieht der graue Alltag in das Leben des jungen Paares ein, womöglich ist nach dem Fest ein besonders großes Loch in der Haushaltskasse. Da belasten die 120 Mark für die Reinigung wohl den Geldbeutel zu sehr", vermutet der Geschäftsmann und streicht über den engmaschigen und gestärkten Tüll eines weißen Kleides mit langer Schleppe. Dennoch: "Die meisten Bräute holen ihre Kleider schon wieder ab", sagt Manthey, dem jährlich rund 200 Brautkleider anvertraut werden.  Auch Christina Zwierzyna von der Reinigung Pütz in Hürth kann nicht verstehen, warum das Brautkleid, das seit September letzten Jahres auf die Besitzerin wartet, noch immer im Regal liegt. "Da sind sogar kleine Perlen drauf", schwärmt Zwierzyna, die sich auch für das tiefe Dekolleté begeistern kann.   Doch was passiert mit den Traumkleidern, wenn der Kunde nicht wieder kommt? "Wir sind rechtlich dazu verpflichtet, alle Kleidungsstücke, die bei uns vergessen werden, ein Jahr lang aufzuheben", erklärt Manthey. "Danach können wir sie entweder verkaufen oder in die Altkleidersammlung geben. Allerdings hat dann der Kunde noch Anspruch auf den Erlös."  Ebenso verfahre er mit Sakkos, Hosen oder Hemden, die liegen geblieben sind. Und dann gebe es noch Organisationen, die dazu aufrufen, Kleider zu spenden.  Auch Kosta Perros, Inhaber einer Reinigung in Hürth, hat so seine Erfahrungen mit Ladenhütern gemacht. Schon seit 18 Monaten hängt in seinem Geschäft ein rosa Brautkleid. Mit Ballkleidern in Rosa und Blau kann er auch noch dienen. Reich werden könne er mit den Kleidern nicht. Erst letztens habe er eines verschenkt. "Denn viel kommt beim Verkauf der Kleider nicht ´rum", sagt der Reinigungsbesitzer, obwohl die vergessenen Brautkleider eigentlich ein richtiges Schnäppchen sind. "Denn die Kleider, für die manchmal bis zu 3000 Mark bezahlt wurden, werden sehr preiswert abgegeben." Dennoch gebe es dafür kaum Käufer. Deshalb gingen die meisten Kleidungsstücke im Kleidersack an das Rote Kreuz.  Trotz der Erfahrungen mit vergesslichen Kunden - die Hoffnung, dass irgendwann einmal doch der eine oder andere sich meldet, geben die Geschäftsleute nie auf: "Ich hatte mal einen Kunden, der seinen schwarzen Anzug hier gelassen hat", erinnert sich Manthey. "Nach zweieinhalb Jahren hat er ihn wieder abgeholt."   Wenn der Traum in Weiß verblasst Nicht selten bleibt das gute Stück in der Reinigung liegen Von Katja Mitic
19.02.2000
“Wenn der Traum in Weiß verblasst”
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Erftkreis - Es gehört zum "schönsten Tag" im Leben vieler Frauen und hängt noch Jahre später im Kleiderschrank - das Brautkleid. Monatelang werden Kataloge gewälzt, Freundinnen befragt und Geschäfte durchkämmt, bis endlich das Richtige dabei ist. Und auch an diesem Wochenende strömen wieder Hunderte von Heiratswilligen zur Hochzeitsmesse nach Köln, um sich auf den besonderen Tag vorzubereiten.  Ist der dann vorbei, hat das gute Stück gelitten. Ob mit Schleier, Schleife, Schleppe, ob mit Rüschen oder Reifrock, ob in Rosa oder Weiß - auch das schönste Kleid muss nach einem rauschenden Fest mit viel Walzer und Hochzeitstorte in die Reinigung.  Doch - es ist kaum zu glauben: Es gibt Leute, denen der Traum in Weiß nach der Hochzeitsfeier nicht mehr am Herzen liegt. Diese Erfahrung hat jedenfalls Eberhard Manthey gemacht, Chef der gleichnamigen Reinigung in Frechen. "Eigentlich sollte man ja glauben, dass jede Frau ihr Brautkleid als Andenken aufheben will", sagt er und betrachtet dabei die mit schnödem Plastik verhüllten Prachtstücke in seinem Laden. Immerhin drei Brautkleider sind dem Experten für saubere Sachen allein in den vergangenen anderthalb Jahren "geschenkt" worden. Seitdem fristen sie ein trauriges Dasein, hängen auf der Stange zwischen vergessenen Hosen, Röcken und Kitteln. Was treibt die Frischvermählte dazu, das einst so heiß ersehnte Stück plötzlich zu verschmähen? Darüber kann Manthey nur spekulieren. Die Spuren des Hochzeitstanzes am Saum und des Hochzeitsmahls sind für ihn sichtbarer Beweis, dass die Feste tatsächlich stattgefunden haben. "Vielleicht zieht der graue Alltag in das Leben des jungen Paares ein, womöglich ist nach dem Fest ein besonders großes Loch in der Haushaltskasse. Da belasten die 120 Mark für die Reinigung wohl den Geldbeutel zu sehr", vermutet der Geschäftsmann und streicht über den engmaschigen und gestärkten Tüll eines weißen Kleides mit langer Schleppe. Dennoch: "Die meisten Bräute holen ihre Kleider schon wieder ab", sagt Manthey, dem jährlich rund 200 Brautkleider anvertraut werden.  Auch Christina Zwierzyna von der Reinigung Pütz in Hürth kann nicht verstehen, warum das Brautkleid, das seit September letzten Jahres auf die Besitzerin wartet, noch immer im Regal liegt. "Da sind sogar kleine Perlen drauf", schwärmt Zwierzyna, die sich auch für das tiefe Dekolleté begeistern kann.   Doch was passiert mit den Traumkleidern, wenn der Kunde nicht wieder kommt? "Wir sind rechtlich dazu verpflichtet, alle Kleidungsstücke, die bei uns vergessen werden, ein Jahr lang aufzuheben", erklärt Manthey. "Danach können wir sie entweder verkaufen oder in die Altkleidersammlung geben. Allerdings hat dann der Kunde noch Anspruch auf den Erlös."  Ebenso verfahre er mit Sakkos, Hosen oder Hemden, die liegen geblieben sind. Und dann gebe es noch Organisationen, die dazu aufrufen, Kleider zu spenden.  Auch Kosta Perros, Inhaber einer Reinigung in Hürth, hat so seine Erfahrungen mit Ladenhütern gemacht. Schon seit 18 Monaten hängt in seinem Geschäft ein rosa Brautkleid. Mit Ballkleidern in Rosa und Blau kann er auch noch dienen. Reich werden könne er mit den Kleidern nicht. Erst letztens habe er eines verschenkt. "Denn viel kommt beim Verkauf der Kleider nicht ´rum", sagt der Reinigungsbesitzer, obwohl die vergessenen Brautkleider eigentlich ein richtiges Schnäppchen sind. "Denn die Kleider, für die manchmal bis zu 3000 Mark bezahlt wurden, werden sehr preiswert abgegeben." Dennoch gebe es dafür kaum Käufer. Deshalb gingen die meisten Kleidungsstücke im Kleidersack an das Rote Kreuz.  Trotz der Erfahrungen mit vergesslichen Kunden - die Hoffnung, dass irgendwann einmal doch der eine oder andere sich meldet, geben die Geschäftsleute nie auf: "Ich hatte mal einen Kunden, der seinen schwarzen Anzug hier gelassen hat", erinnert sich Manthey. "Nach zweieinhalb Jahren hat er ihn wieder abgeholt."   Wenn der Traum in Weiß verblasst Nicht selten bleibt das gute Stück in der Reinigung liegen Von Katja Mitic
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